Der Ringelschwanz gehört mir

Jedes Schwein hat einen geringelten Schwanz - das lernen Kinder spätestens im Kindergarten. Doch wie überrascht wären die Kleinen, wenn sie einen der überdimensionierten Mastställe von innen sehen würden und dabei feststellen müssten, dass die echten Schweine gar keine oder nur noch Stummelschwänze haben.

Warum ist das unversehrte Bilderbuchschwein in der Realität der industriellen Massentierhaltung ein Schwein ohne Ringelschwanz? Diese Frage könnten vermutlich auch Eltern ihren Kindern nicht beantworten. Denn kaum ein Verbraucher weiß, dass Schweinen zu Lebzeiten der Schwanz entfernt wurde - und wenn er wüsste unter welchen Voraussetzungen, wäre er zutiefst schockiert. Das Entfernen des Ringelschwanzes: 

Geschieht ohne Betäubung, stellt einen Verstoß gegen geltendes EU-Recht und das Tierschutzgesetz dar und wird nicht ausnahmsweise praktiziert, sondern routinemäßig in der gesamten konventionellen Schweinehaltung in Deutschland und Europa

» Sie wünschen sich keine Landwirtschaft, die Manipulationen an Tieren vornimmt, um sie an die artwidrigen Haltungssysteme anzupassen?

» Sie fordern stattdessen eine Landwirtschaft, die Tiere unter Bedingungen hält, die ihren natürlichen Verhaltensweisen gerecht werden und ein Kupieren von Schweineschwänzen und andere schmerzhafte Eingriffe überflüssig macht?

» Dann unterstützen Sie uns bei unserer Kampagne: "Der Ringelschwanz gehört mir!"

» Fordern Sie mit uns Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt auf, das Kupieren von Schweineschwänzen bundesweit zu verbieten und unterzeichnen Sie dazu unsere Petition.

Das routinemäßige Kürzen von Schweineschwänzen verstößt gegen EU-Recht und gegen das deutsche Tierschutzgesetz!

 Europäisches Recht

"Ein Kupieren der Schwänze oder eine Verkleinerung der Eckzähne dürfen nicht routinemäßig und nur dann durchgeführt werden, wenn nachgewiesen werden kann, dass Verletzungen am Gesäuge der Sauen oder an den Ohren anderer Schweine entstanden sind. Bevor solche Eingriffe vorgenommen werden, sind andere Maßnahmen zu treffen, um Schwanzbeißen und andere Verhaltensstörungen zu vermeiden, wobei die Unterbringung und die Bestandsdichte zu berücksichtigen sind. Aus diesem Grund müssen ungeeignete Unterbringungsbedingungen oder Haltungsformen geändert werden."

Anhang 1 Nr. 8 RICHTLINIE 2008/120/EG DES RATES vom 18. Dezember 2008 über Mindestanforderungen für den Schutz von Schweinen (in Deutschland in der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung umgesetzt)

 

Deutsches Recht

"Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen und Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres. Das Verbot gilt nicht, wenn (...) ein Fall des §5 Abs. 3 Nr. 2 bis 6 vorliegt und der Eingriff im Einzelfall für die vorgesehene Nutzung des Tieres zu dessen Schutz oder zum Schutz anderer Tiere unerlässlich ist, (...)."  

 § 6 Abs. 1 Nr. 3 Tierschutzgesetz